Seitliche Hüftschmerzen gehören zu den häufigsten Hüftbeschwerden überhaupt. Oft sitzt der Schmerz direkt am Knochenvorsprung an der Außenseite der Hüfte und meldet sich beim Liegen auf der Seite, beim Treppensteigen oder nach längerem Gehen. In diesem Artikel erfährst du, welche 3 Ursachen du kennen solltest, wie du deine Beschwerden einordnen kannst, welche Warnzeichen eine ärztliche Abklärung brauchen und welche Behandlung die Studienlage stützt.
Seitliche Hüftschmerzen: Wo genau tut es weh?

An der Außenseite deines Oberschenkels kannst du einen knöchernen Vorsprung tasten, den großen Rollhügel oder Trochanter major. Dort setzen die Sehnen von zwei Gesäßmuskeln an, dem Gluteus medius und dem Gluteus minimus. Darüber liegen Schleimbeutel und die straffe Sehnenplatte an der Oberschenkelaußenseite, der Tractus iliotibialis.
Wenn Fachleute über seitliche Hüftschmerzen sprechen, meinen sie meist Schmerzen genau in dieser Region. Der Schmerz kann an der Oberschenkelaußenseite nach unten ziehen. Wo es wehtut, ist ein wichtiger Hinweis, reicht aber allein nicht für eine Einordnung. Denn auch das Hüftgelenk selbst und der Rücken können Schmerzen an die seitliche Hüfte schicken.
Häufigste Ursache: GTPS und Glutealtendinopathie
Für seitliche Hüftschmerzen rund um den Trochanter gibt es einen Sammelbegriff: Greater Trochanteric Pain Syndrome, kurz GTPS. Auf Deutsch spricht man vom Schmerzsyndrom des großen Rollhügels. Die häufigste Ursache innerhalb dieses Syndroms ist eine Glutealtendinopathie, also eine verminderte Belastbarkeit der Gesäßsehnen (Grimaldi et al., 2015).
Schleimbeutelentzündung oder Sehne?
Hatte jemand seitliche Hüftschmerzen, lautete die Diagnose früher fast automatisch Trochanterbursitis, also Schleimbeutelentzündung. Long, Surrey und Nazarian (2013) haben die Ultraschallbefunde von 877 Menschen mit GTPS ausgewertet. Veränderungen an den Gesäßsehnen fanden sie bei rund der Hälfte, einen verdickten Schleimbeutel nur bei etwa einem Fünftel. Eine Schleimbeutelveränderung ohne Sehnenbeteiligung war selten.
Heute gilt deshalb: Der Schmerz geht meist von den Sehnen aus, der Schleimbeutel ist höchstens mitbeteiligt (Grimaldi, Ganderton & Nasser, 2025; Speers & Bhogal, 2017). Das ist mehr als eine Namensfrage. Wer eine Entzündung erwartet, setzt eher auf Ruhe. Eine Sehne braucht dagegen dosierte Belastung, um wieder belastbarer zu werden. Was die Diagnose Schleimbeutelentzündung für dich praktisch bedeutet, liest du im Artikel Schleimbeutelentzündung Hüfte: Was meist dahintersteckt.
Wer hat seitliche Hüftschmerzen durch GTPS?
In der Hausarztpraxis macht GTPS etwa 10 bis 20 % der Vorstellungen wegen Hüftschmerz aus, am häufigsten bei Frauen zwischen 40 und 60 Jahren (Speers & Bhogal, 2017). In einer großen US-Erhebung mit gut 3.000 Menschen zwischen 50 und 79 Jahren zeigten knapp 24 % der Frauen und gut 8 % der Männer Zeichen eines GTPS (Segal et al., 2007). Frauen waren dort also knapp dreimal so häufig betroffen.

Warum Frauen häufiger betroffen sind, ist nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden unter anderem die Beckenform und ein höheres Körpergewicht (Reid, 2016). Das sind Erklärungsansätze, keine feststehenden Ursachen. Auch Männer und jüngere Menschen können seitliche Hüftschmerzen durch GTPS entwickeln.
Typische Anzeichen bei GTPS
- Schmerz an der Außenseite der Hüfte, oft direkt über dem Trochanter, teils ausstrahlend an die Oberschenkelaußenseite
- Druckempfindlichkeit, wenn du auf den Knochenvorsprung drückst
- Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite, manchmal auch auf der anderen Seite
- Beschwerden beim Treppensteigen, bergauf Gehen oder bei längeren Spaziergängen
- Schmerz beim Stehen auf einem Bein, etwa beim Anziehen einer Hose
Ein wichtiger Mechanismus ist Druck auf die Sehne. Kippt dein Oberschenkel in Richtung Körpermitte, drückt der Tractus iliotibialis die Gesäßsehnen gegen den Knochen. Fachleute nennen diese Bewegung Adduktion. Die Kombination aus Druck und hoher Zugbelastung gilt als besonders ungünstig (Grimaldi et al., 2015). Beine übereinanderschlagen oder im Stehen „in einer Hüfte hängen“ sind typische Beispiele.
Wie eine Glutealtendinopathie genau eingeordnet wird und mit welchen Übungen du sie gezielt belastest, erklärt der Artikel Glutealtendinopathie: Anzeichen und Übungen ausführlich.
Wenn seitliche Hüftschmerzen nicht vom Trochanter kommen
GTPS ist häufig, aber nicht die einzige Erklärung. Zwei andere Quellen werden besonders oft übersehen: das Hüftgelenk selbst und die Lendenwirbelsäule. Seitliche Hüftschmerzen können auch mehrere Ursachen gleichzeitig haben.
Hüftarthrose: nicht nur Leistenschmerz
Viele verbinden Hüftarthrose mit Schmerzen in der Leiste. Das stimmt, ist aber nur ein Teil des Bildes. Poulsen, Overgaard, Vestergaard, Christensen und Hartvigsen (2016) ließen 108 Menschen mit gesicherter Hüftarthrose in einer Körperskizze einzeichnen, wo es wehtut. 77 % markierten den Bereich des Trochanters, also die seitliche Hüfte. Die Leiste markierten 53 %, das Gesäß 38 % und das Knie 17 %.
Was heißt das für dich? Seitliche Hüftschmerzen schließen eine Arthrose nicht aus. Hinweise auf das Gelenk sind eher eine eingeschränkte Beweglichkeit, Steifigkeit am Morgen und Mühe beim Anziehen von Schuhen und Socken. Menschen mit GTPS haben damit seltener Probleme (Fearon et al., 2013).
Ab etwa 45 Jahren lässt sich eine Hüftarthrose meist schon klinisch einordnen, also über Gespräch und Untersuchung. Ein Röntgenbild braucht es dafür laut britischer Leitlinie nur bei untypischen Beschwerden (National Institute for Health and Care Excellence [NICE], 2022). Mehr dazu liest du im Artikel zur Hüftarthrose.
Ausstrahlender Schmerz aus dem Rücken
Manchmal entstehen seitliche Hüftschmerzen gar nicht an der Hüfte. Auch die Lendenwirbelsäule kann Schmerzen an die Außenseite von Hüfte und Oberschenkel weiterleiten. Hinweise darauf sind Schmerzen, die bis unter das Knie ziehen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle im Bein und Beschwerden, die sich mit Rückenbewegungen verändern. Oft fehlt dann der typische Druckschmerz am Trochanter.
Rücken und seitliche Hüfte hängen zudem häufig zusammen. In der Erhebung von Segal et al. (2007) trat GTPS gehäuft gemeinsam mit Kreuzschmerzen und Kniearthrose auf. Eine gute Untersuchung schaut deshalb nicht nur auf die Hüfte.
Weitere Ursachen
- Tiefes Gesäßsyndrom: Schmerz eher tief im Gesäß, oft beim Sitzen. Mehr dazu im Artikel zum Piriformis-Syndrom.
- Hüftimpingement oder Labrum: eher Leistenschmerz bei tiefer Beugung und Drehung. Mehr dazu im Artikel zum Hüftimpingement.
- Seltene Ursachen: etwa Stressreaktionen des Knochens oder Entzündungen. Hier helfen die Warnzeichen im nächsten Abschnitt.
Warnzeichen: Wann du ärztlich abklären lassen solltest
Lass deine Beschwerden zeitnah ärztlich abklären, wenn einer dieser Punkte zutrifft:
- Die Schmerzen begannen nach einem Sturz oder Unfall.
- Du hast Fieber oder fühlst dich allgemein krank.
- Du hast starke Schmerzen in der Nacht, unabhängig von deiner Liegeposition.
- Du verlierst ungewollt Gewicht oder hast eine bekannte Tumorerkrankung.
- Du bemerkst Taubheit im Gesäß- oder Genitalbereich oder Probleme mit Blase oder Darm.
- Die Kraft in deinem Bein nimmt zunehmend ab.
Auch wenn seitliche Hüftschmerzen trotz angepasster Belastung über mehrere Wochen zunehmen, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Seitliche Hüftschmerzen einordnen: Was eine gute Untersuchung ausmacht
Einen einzelnen Test, der seitliche Hüftschmerzen sicher zuordnet, gibt es nicht. Fearon et al. (2013) fanden, dass erst die Kombination hilft: seitlicher Schmerz, Druckschmerz am Trochanter und bestimmte Belastungstests. So ließ sich GTPS besser von einer Hüftarthrose abgrenzen.

Eine gründliche Einordnung umfasst deshalb mehrere Bausteine:
- Gespräch: Wo sitzt der Schmerz, wann tritt er auf, wie hat er begonnen, was macht ihn besser oder schlechter?
- Untersuchung: Druckschmerz am Trochanter, Beweglichkeit des Hüftgelenks, Belastungstests wie der Einbeinstand und ein Blick auf den Rücken.
- Bildgebung nur bei Bedarf: Ultraschall, Röntgen oder MRT sind sinnvoll, wenn die Beschwerden untypisch sind oder Warnzeichen bestehen.
Warum nicht immer gleich ein Bild? MRT und Ultraschall zeigen Sehnenveränderungen auch bei vielen Menschen ohne Beschwerden (Grimaldi et al., 2025). Ein solcher Befund ist häufig, und allein nicht aussagekräftig. Entscheidend ist, ob er zu deinen Beschwerden und zur Untersuchung passt.
Diese Tests gehören in eine fachkundige Untersuchung und sind kein Selbsttest. Sie geben dir aber Orientierung, welche Fragen bei einem Termin sinnvoll sind.
Behandlung: Was die Studienlage bei seitlichen Hüftschmerzen stützt
Die LEAP-Studie: Aufklärung und Übungen im Vergleich
Was wurde untersucht? In der LEAP-Studie wurden 204 Menschen mit Glutealtendinopathie, deren Beschwerden seit mehr als drei Monaten bestanden, auf drei Gruppen verteilt (Mellor et al., 2018). Eine Gruppe bekam über acht Wochen 14 Termine mit Aufklärung zur Belastung im Alltag und ein tägliches Heimübungsprogramm. Die zweite Gruppe erhielt eine Kortisonspritze, die dritte wartete ab.
Was kam heraus? Nach acht Wochen berichteten 77 % der Übungsgruppe eine deutliche Verbesserung. In der Kortisongruppe waren es 58 %, beim Abwarten 29 %. Nach einem Jahr lag die Übungsgruppe mit 78 % weiterhin vorne, gegenüber 57 % mit Kortison und 52 % beim Abwarten. Beim reinen Schmerzwert lagen Übungs- und Kortisongruppe nach einem Jahr allerdings ähnlich.
Was heißt das für dich? Gehen seitliche Hüftschmerzen von einer Glutealtendinopathie aus, ist Aufklärung plus Übungen die am besten untersuchte Strategie. Eine Garantie ist sie nicht: Etwa jede fünfte Person in der Übungsgruppe verbesserte sich nicht deutlich. Und beim Abwarten ging es nach einem Jahr rund der Hälfte deutlich besser, der anderen Hälfte nicht. Auf dieser Logik aus Aufklärung, Belastungssteuerung und schrittweisem Übungsaufbau baut auch mein GTPS-Konzept für zu Hause auf.
Kortison, Stoßwelle und Co.: fair eingeordnet
Barratt, Brookes und Newson (2017) haben in einer systematischen Übersicht acht Studien zu nicht operativen Behandlungen bei GTPS zusammengefasst. Kortisonspritzen linderten den Schmerz bis etwa drei Monate stärker als Heimtraining oder Stoßwellentherapie. Die Qualität der Studien war aber überwiegend eingeschränkt, nur eine hatte ein niedriges Verzerrungsrisiko.
Langfristig zeigte Kortison in LEAP keinen Vorteil beim Gesamterfolg gegenüber Aufklärung und Übungen (Mellor et al., 2018; Speers & Bhogal, 2017). Eine Spritze kann also sinnvoll sein, um eine akute Phase zu überbrücken. Sie ersetzt aber nicht den Aufbau von Belastbarkeit. Ob eine Spritze für dich infrage kommt, besprichst du am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Operation: nur selten nötig
Die meisten Menschen mit GTPS werden ohne Operation behandelt. Nur ein kleiner Teil, bei dem die Beschwerden trotz Behandlung und Zeit bestehen bleiben, kommt für einen Eingriff infrage (Reid, 2016). Auch viele Sehnenrisse lassen sich laut aktueller Übersicht zunächst ohne Operation behandeln (Grimaldi et al., 2025).

Realistisch gesprochen: Bei den meisten Betroffenen verbessern sich seitliche Hüftschmerzen mit konservativer Behandlung deutlich, aber nicht bei allen und nicht immer schnell. Rechne eher in Wochen bis Monaten. Die LEAP-Zahlen oben geben dir eine gute Orientierung.
Bei Hüftarthrose: Training als Basis
Steckt eher eine Hüftarthrose hinter den Beschwerden, empfiehlt die britische Leitlinie ein auf dich zugeschnittenes Training als Grundlage der Behandlung, zusammen mit Aufklärung (NICE, 2022). Anfängliche Beschwerden beim Training lassen laut Leitlinie bei regelmäßiger Durchführung meist nach. Training baut keinen Knorpel auf, kann aber Schmerz und Funktion im Alltag verbessern.
Seitliche Hüftschmerzen im Alltag: Belastung steuern
Wenn seitliche Hüftschmerzen dich im Alltag begleiten, ist Belastungssteuerung die zentrale Stellschraube. Komplette Schonung baut keine Belastbarkeit auf. Hilfreicher ist, unnötigen Druck auf die Sehnen zu reduzieren und Belastung klug über den Tag zu verteilen.
- Sitzen: Beine nicht übereinanderschlagen, Knie etwa hüftbreit.
- Stehen: Gewicht auf beide Beine verteilen, statt in einer Hüfte zu hängen.
- Liegen: auf dem Rücken oder auf der anderen Seite mit einem dicken Kissen zwischen den Knien.
- Gehen: lieber zwei kürzere Runden als eine lange. Tempo und Steigung sind weitere Stellschrauben.
- Treppen: Handlauf nutzen und das Becken bewusst waagerecht halten.
Schmerzampel und 24-Stunden-Regel
Ein bewährter Rahmen stammt aus der Forschung zur Achillessehne. Silbernagel, Thomée, Eriksson und Karlsson (2007) erlaubten Schmerzen bis 5 von 10 während der Belastung, solange sie bis zum nächsten Morgen abgeklungen waren. Für die Gesäßsehnen ist das eine Übertragung, keine direkte Studie. Als Orientierung eignet sich eine einfache Ampel:
- Grün (0 bis 3 von 10): Die Belastung passt, du kannst langsam steigern.
- Gelb (4 bis 5 von 10): noch vertretbar. Halte die Dosis und prüfe den nächsten Tag.
- Rot (über 5 von 10 oder deutlich stärker am nächsten Tag): Das war zu viel. Reduziere beim nächsten Mal.
Der wichtigste Test kommt am nächsten Morgen: Wie geht es deiner Hüfte 24 Stunden nach der Belastung? Ist sie auf dem Niveau von vorher oder besser, war die Dosis in Ordnung. Beide Werkzeuge sind eine Orientierung, keine starren Grenzen. Wie stark sich seitliche Hüftschmerzen anfühlen, hängt auch von Schlaf, Stress und deinen Erwartungen an den Verlauf ab.
Konkrete Übungen mit Steigerung findest du im Artikel zur Glutealtendinopathie. Wie du Training grundsätzlich aufbaust, zeigt die Serie Training mit Hüftschmerzen. Warum Bewegung meist sinnvoller ist als Schonung, liest du im Artikel Bewegung und Schonung bei Hüftschmerzen.
Seitliche Hüftschmerzen: typische Denkfehler
- „Seitlich heißt Schleimbeutel.“ Meist stehen die Sehnen im Vordergrund, und die brauchen dosierte Belastung statt reiner Ruhe.
- „Seitlich heißt keine Arthrose.“ Auch bei Hüftarthrose ist die seitliche Hüfte häufig schmerzhaft (Poulsen et al., 2016).
- „Der Befund erklärt meinen Schmerz.“ Sehnenveränderungen im MRT finden sich auch bei Menschen ohne Beschwerden.
- „Das geht sicher von allein weg.“ Beim Abwarten ging es in der LEAP-Studie nach einem Jahr rund der Hälfte deutlich besser, der anderen Hälfte nicht (Mellor et al., 2018).
- „Ich muss die Außenseite mehr dehnen.“ Dehnungen, bei denen das Bein über die Körpermitte gezogen wird, erhöhen den Druck auf die Sehne.
Nächster Schritt
Seitliche Hüftschmerzen sind häufig und meist gut einzuordnen. Am häufigsten steckt ein GTPS mit Beteiligung der Gesäßsehnen dahinter, aber auch Hüftgelenk und Rücken gehören in die Überlegung. Die Studienlage spricht für Aufklärung, kluge Belastungssteuerung und schrittweise aufgebaute Übungen, auch wenn nicht alle Betroffenen gleich gut darauf ansprechen.
Der kostenlose Symptom-Check hilft dir, deine Beschwerden einzuordnen. Wie ich als Sporttherapeut mit Klient:innen bei seitlichem Hüftschmerz vorgehe, findest du strukturiert im GTPS-Konzept.
Seitliche Hüftschmerzen: häufige Fragen (FAQ)
Was ist die häufigste Ursache für seitliche Hüftschmerzen?
Am häufigsten steckt ein Greater Trochanteric Pain Syndrome (GTPS) dahinter, meist mit Beteiligung der Gesäßsehnen am Trochanter major. Eine reine Schleimbeutelentzündung ist seltener als früher angenommen (Long et al., 2013). Auch Hüftarthrose und der Rücken können seitliche Hüftschmerzen verursachen.
Kann Hüftarthrose seitliche Hüftschmerzen machen?
Ja. In einer Studie mit 108 Menschen mit Hüftarthrose markierten 77 % Schmerzen im Bereich der seitlichen Hüfte, 53 % in der Leiste (Poulsen et al., 2016). Hinweise auf das Gelenk sind eher eingeschränkte Beweglichkeit, Morgensteifigkeit und Mühe beim Anziehen von Socken.
Wie lange dauern seitliche Hüftschmerzen durch GTPS?
Das ist sehr unterschiedlich. In der LEAP-Studie berichteten mit Aufklärung und Übungen 77 % nach acht Wochen eine deutliche Verbesserung, beim Abwarten ging es nach einem Jahr rund der Hälfte deutlich besser (Mellor et al., 2018). Rechne eher in Wochen bis Monaten als in Tagen.
Hilft eine Kortisonspritze gegen seitliche Hüftschmerzen?
Kurzfristig kann eine Spritze Schmerzen lindern. Langfristig war Aufklärung plus Übungen in der LEAP-Studie beim Gesamterfolg überlegen (Mellor et al., 2018). Ob eine Spritze für dich sinnvoll ist, entscheidest du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Welche Schlafposition ist günstig, wenn seitliche Hüftschmerzen nachts stören?
Meist gut verträglich sind die Rückenlage oder die Seitenlage auf der anderen Seite mit einem dicken Kissen zwischen den Knien. So kippt das obere Bein nicht nach unten und der Druck auf die Gesäßsehnen bleibt geringer.
Wann sollten seitliche Hüftschmerzen ärztlich abgeklärt werden?
Bei Warnzeichen wie Sturz, Fieber, starkem Nachtschmerz unabhängig von der Lage, ungewolltem Gewichtsverlust, Taubheit im Gesäß- oder Genitalbereich, Blasen- oder Darmproblemen oder zunehmender Kraftlosigkeit im Bein. Auch wenn die Beschwerden über Wochen trotz angepasster Belastung zunehmen.
Literaturverzeichnis
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