Eine Hüft-TEP ist für viele Menschen mit fortgeschrittener Hüftarthrose eine gut untersuchte Option. Trotzdem tauchen vor der Entscheidung viele Fragen auf: Ist es schon Zeit? Was passiert bei der OP? Wie lange hält die Prothese, und wie geht es danach weiter? In diesem Artikel bekommst du eine klare Übersicht, was Leitlinien und Studien zur Hüft-TEP sagen, welche Risiken realistisch sind und wie du die Reha in 3 Phasen mit Belastungssteuerung aufbauen kannst.
Was ist eine Hüft-TEP?
TEP steht für Totalendoprothese. Dabei werden beide Partner des Hüftgelenks ersetzt: die Hüftpfanne im Becken und der Hüftkopf am Oberschenkel. Die künstliche Pfanne wird im Becken verankert, ein Schaft im Oberschenkelknochen trägt den neuen Kopf. Dazwischen liegt eine Gleitschicht, meist aus Kunststoff (Polyethylen) oder Keramik.
Die Bauteile werden entweder ohne Zement eingepresst, sodass der Knochen anwächst, oder mit Knochenzement befestigt. Welche Variante und welches Material passen, entscheidet das OP-Team je nach Knochenqualität, Alter und Ausgangslage. Der häufigste Grund für eine Hüft-TEP ist eine fortgeschrittene Hüftarthrose. Mehr dazu, wie Arthrose entsteht und was sie bedeutet, liest du im Artikel zur Hüftarthrose.

Wann ist eine Hüft-TEP sinnvoll?
Ein Röntgenbild allein ist kein Grund für eine Operation. Entscheidend ist, wie stark die Hüfte deinen Alltag einschränkt und ob nicht operative Behandlungen ausreichend geholfen haben.
Was die Leitlinien als Voraussetzungen nennen
Die britische Leitlinie zur Arthrose empfiehlt, eine Überweisung zum Gelenkersatz zu erwägen, wenn die Beschwerden die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und nicht operative Maßnahmen unwirksam oder ungeeignet sind (National Institute for Health and Care Excellence [NICE], 2022). Alter, Geschlecht, Rauchen, Begleiterkrankungen oder Übergewicht sollen dabei kein Ausschlussgrund sein. Grundlage jeder Arthrosebehandlung bleiben Training, Information und, wenn nötig, Gewichtsreduktion (NICE, 2022).
Die deutsche S3-Leitlinie zur Indikation der Hüft-TEP nennt mehrere Hauptkriterien (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie [DGOU], 2021):
- eine im Röntgen nachgewiesene fortgeschrittene Arthrose
- mindestens drei Monate leitliniengerechte konservative Behandlung, unter anderem mit Aufklärung, Bewegungstherapie und gegebenenfalls Gewichtsreduktion
- ein hoher persönlicher Leidensdruck durch Schmerzen, Funktionseinschränkung und verminderte Lebensqualität
- keine Gegenanzeigen wie eine aktive Infektion und, wo möglich, verbesserte beeinflussbare Risikofaktoren
- eine gemeinsame Entscheidung von dir und deinem ärztlichen Team, dass der erwartete Nutzen die Risiken überwiegt
Was heißt das für dich? Du bestimmst den Zeitpunkt mit. Wenn du trotz guter konservativer Behandlung kaum noch gehen, schlafen oder deinen Alltag bewältigen kannst, ist das ein wichtiges Argument. Wenn du gut zurechtkommst, darfst du abwarten.
OP oder Training: Was eine Studie direkt verglichen hat
Frydendal et al. (2024) haben in Dänemark 109 Menschen ab 50 Jahren mit schwerer Hüftarthrose untersucht, bei denen eine Hüft-TEP bereits empfohlen war. Eine Gruppe wurde operiert, die andere absolvierte zwölf Wochen lang zweimal pro Woche ein individuelles Krafttraining unter physiotherapeutischer Anleitung.
Nach sechs Monaten hatte sich die OP-Gruppe im Oxford Hip Score, einem Fragebogen zu Schmerz und Funktion, im Mittel um rund 16 Punkte verbessert, die Trainingsgruppe um rund 4,5 Punkte. Bei schwerer Arthrose mit OP-Indikation war die Operation dem Training also deutlich überlegen. Das spricht nicht gegen Training in früheren Phasen der Arthrose, sondern dafür, die OP nicht unnötig hinauszuschieben, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
Spielt das Alter eine Rolle?
Ein junges Alter schließt eine Hüft-TEP nicht aus. Es verändert aber die Rechnung. In einer großen britischen Auswertung lag das Risiko, im Lauf des Lebens eine Wechseloperation zu brauchen, bei einer OP ab 70 Jahren bei etwa 5 %. Bei Männern, die mit 50 bis 54 Jahren operiert wurden, lag es bei knapp 30 % (Bayliss et al., 2017). Der Grund: Wer jünger ist, lebt länger mit der Prothese und ist oft aktiver.
Ablauf der Hüft-TEP: von der Vorbereitung bis zur Entlassung
Vorbereitung und Prähabilitation
Vor der Operation stehen Untersuchungen, ein Aufklärungsgespräch und die Planung der Prothese an. Die S3-Leitlinie empfiehlt außerdem, beeinflussbare Risikofaktoren vorher anzugehen, zum Beispiel Rauchen, einen schlecht eingestellten Blutzucker oder starkes Übergewicht (DGOU, 2021).
Prähabilitation heißt, sich vor der OP gezielt vorzubereiten. Eine Übersichtsarbeit zur Reha nach Hüft-TEP empfiehlt eine kurze Phase Physiotherapie vor dem Eingriff: Kraft für Oberschenkel und seitliche Hüftmuskeln, Ausdauer und das Üben mit Gehstützen (Colibazzi, Coladonato, Zanazzo & Romanini, 2020). Wie groß der Zusatznutzen für das Endergebnis ist, ist noch nicht abschließend geklärt. Praktisch hilft es aber, die Übungen und den Umgang mit Gehstützen schon zu kennen, bevor die Wunde dazukommt.
Die Operation
Der Eingriff dauert meist rund ein bis zwei Stunden und erfolgt in Vollnarkose oder Teilnarkose. Der Zugang zum Gelenk kann von vorne, von der Seite oder von hinten erfolgen. Jeder Zugang hat eigene Vor- und Nachteile. Für dich ist meist wichtiger, dass dein OP-Team den gewählten Zugang routiniert beherrscht, als welcher es genau ist.
Die ersten Tage in der Klinik
Heute stehst du in der Regel schon am OP-Tag oder am Tag danach mit Unterstützung auf. Eine frühe Mobilisation innerhalb weniger Stunden und Belastung nach Verträglichkeit werden empfohlen (Colibazzi et al., 2020). Wie viel Gewicht du auf das Bein geben darfst, legt dein OP-Team fest. Häufig ist Belastung nach Verträglichkeit erlaubt.
Zur Vorbeugung von Thrombosen gehören frühes Gehen und meist eine medikamentöse Prophylaxe. Nach einigen Tagen folgt die Entlassung, in Deutschland häufig mit direktem Übergang in eine stationäre oder ambulante Reha.
Was du von einer Hüft-TEP realistisch erwarten kannst
Die Hüft-TEP gehört zu den erfolgreichsten Operationen der Orthopädie. Die große Mehrheit der Operierten ist mit dem Ergebnis zufrieden. Laut einer Übersicht bleiben aber mindestens 7 % unzufrieden, und unerfüllte Erwartungen spielen dabei eine Rolle (Okafor & Chen, 2019).
Beswick, Wylde, Gooberman-Hill, Blom und Dieppe (2012) haben ausgewertet, wie viele Menschen nach einer Hüft-TEP langfristig Schmerzen haben. Je nach Studie berichteten 7 bis 23 % drei Monate bis fünf Jahre nach der OP einen ungünstigen Schmerzverlauf. Das heißt: Die meisten profitieren deutlich, ein Teil hat aber auch danach noch Beschwerden.
Was heißt das für dich? Sprich vor der OP offen über deine Ziele. „Wieder eine Stunde spazieren gehen“ oder „ohne Pause einkaufen“ sind gute, konkrete Ziele. So kannst du mit deinem Team einschätzen, wie realistisch sie sind.
Wie lange hält eine Hüft-TEP?
Evans et al. (2019) haben Daten zu über 215.000 Hüftprothesen aus den nationalen Registern Australiens und Finnlands ausgewertet. Nach 15 Jahren waren rund 89 % der Prothesen noch nicht gewechselt, nach 20 Jahren rund 70 % und nach 25 Jahren knapp 58 %. In älteren Fallserien lag der Wert nach 25 Jahren sogar bei rund 78 %.
Diese Zahlen stammen von Prothesen, die vor Jahrzehnten eingesetzt wurden. Moderne Implantate könnten länger halten, sicher wissen kann man das erst in einigen Jahren. Vom Alter bei der OP hängt viel ab, wie die Zahlen von Bayliss et al. (2017) zeigen.
Risiken der Hüft-TEP sachlich eingeordnet
Jede Operation hat Risiken. Bei der Hüft-TEP sind schwere Komplikationen selten, sie gehören aber in jedes Aufklärungsgespräch. Wichtig sind vor allem diese Punkte:
- Infektion: In den Daten des englischen Endoprothesenregisters brauchten 0,62 % der Operierten innerhalb von zehn Jahren eine Wechseloperation wegen einer Protheseninfektion (Lenguerrand et al., 2017).
- Ausrenken (Luxation): Der Kopf springt aus der Pfanne. In einer Übersicht nach hinterem Zugang lag die Rate bei etwa 2 % (Crompton, Osagie-Clouard & Patel, 2020).
- Thrombose und Lungenembolie: Deshalb sind frühe Bewegung und Prophylaxe Standard.
- Lockerung oder Abrieb der Gleitflächen: Das kann Jahre später eine Wechseloperation nötig machen. Bei jüngeren Menschen ist dieses Risiko höher (Bayliss et al., 2017).
- Weitere Punkte: anhaltende Schmerzen, ein gefühlter Beinlängenunterschied, Nervenreizungen oder ein Knochenbruch an der Prothese.
Viele Risikofaktoren lassen sich vor der OP positiv beeinflussen. Das ist einer der Gründe, warum die Leitlinie die Vorbereitung so betont (DGOU, 2021).
Vorsichtsmaßnahmen nach der Hüft-TEP: weniger Verbote als früher
Früher bekamen fast alle Operierten strenge Regeln: Hüfte nicht über 90 Grad beugen, Beine nicht überschlagen, Sitzerhöhung verwenden. Crompton et al. (2020) haben sieben Studien mit rund 6.900 Menschen nach hinterem Zugang ausgewertet. Mit Vorsichtsmaßnahmen renkten sich 2,2 % der Hüften aus, ohne 2,0 %. Ein bedeutsamer Unterschied zeigte sich nicht, auch nicht bei Funktion und Schmerz.

Viele Kliniken geben deshalb heute weniger Verbote und eher einzelne Positionen vor, die du anfangs meiden sollst (Eannucci et al., 2019). Halte dich an die Vorgaben deines OP-Teams. Sie hängen vom Zugang, vom Implantat und von deiner Situation ab.
Warnzeichen nach der OP
Melde dich zeitnah bei deiner Klinik oder ärztlichen Praxis, wenn einer dieser Punkte auftritt:
- Die Wunde wird zunehmend rot, warm, geschwollen oder sondert Flüssigkeit ab.
- Du bist auf die operierte Hüfte gestürzt.
- Du hast Fieber oder fühlst dich allgemein krank.
- Deine Wade schwillt plötzlich an, wird warm oder schmerzt.
- Nach einer Bewegung tritt plötzlich starker Schmerz auf, du kannst das Bein nicht mehr belasten oder es wirkt verkürzt oder verdreht.
- Die Kraft im Bein nimmt zunehmend ab, oder du bemerkst Taubheit im Gesäß- oder Genitalbereich oder Probleme mit Blase oder Darm.
Bei Atemnot oder Brustschmerz wähle sofort den Notruf 112.
Reha nach Hüft-TEP in 3 Phasen
Die Zeitangaben unten sind eine grobe Orientierung. Wie schnell du vorankommst, hängt von deinem Ausgangszustand, dem Zugang und deiner Wundheilung ab. Die Vorgaben deines OP-Teams gehen immer vor.
Phase 1: Die ersten zwei Wochen
Ziele sind sicheres Gehen mit Gehstützen, Treppensteigen, Aufstehen und Hinsetzen sowie eine ruhige Wundheilung. Typisch sind einfache Übungen im Liegen und Sitzen, zum Beispiel Anspannen der Oberschenkel- und Gesäßmuskeln, Fußwippen für den Kreislauf und kontrolliertes Beugen und Strecken der Hüfte.
Kurze, häufige Gehstrecken sind in dieser Phase meist besser verträglich als wenige lange. Schwellung und Müdigkeit sind normal und ein Hinweis, die Dosis anzupassen.
Phase 2: Etwa Woche 2 bis 6
Jetzt geht es darum, das Gangbild zu verbessern und die Gehstützen schrittweise abzubauen, sobald du sicher und ohne deutliches Hinken gehst. Übungen im Stand kommen dazu: Gewichtsverlagerung, Aufstehen vom Stuhl, Brücke und leichtes seitliches Abspreizen des Beins.
Betreutes Training war in Studien nicht klar besser als ein gut angeleitetes Heimprogramm (Colibazzi et al., 2020). Entscheidend ist, dass du regelmäßig übst und die Übungen steigerst. Betreuung lohnt sich besonders, wenn du unsicher bist oder es nicht vorangeht.
Phase 3: Ab etwa Woche 6 Kraft und Belastbarkeit aufbauen
Ab etwa sechs Wochen rücken Übungen mit dem eigenen Körpergewicht und die Kraft der seitlichen Hüftmuskeln in den Vordergrund (Colibazzi et al., 2020). Diese Muskeln halten dein Becken beim Gehen stabil.

Benedetti et al. (2021) haben bei 103 Menschen, die wegen einer Hüftdysplasie eine Hüft-TEP bekommen hatten, ein zusätzliches zweiwöchiges Programm für die seitlichen Hüftmuskeln getestet. Nach sechs Monaten war die Kraft dieser Muskeln in der Trainingsgruppe um 92,5 % gestiegen, in der Vergleichsgruppe um 35,7 %. Die Gruppe war speziell, das Prinzip lässt sich aber übertragen: Gezielte Kräftigung lohnt sich.
Krafttraining verbessert vor allem Kraft und Funktion, auf den Schmerz wirkt es eher wenig (Colibazzi et al., 2020). Steigere deshalb nach einem Plan: erst mehr Wiederholungen, dann mehr Widerstand oder schwierigere Varianten wie die einbeinige Brücke oder Aufstehen von einem niedrigeren Stuhl. Wie du Training grundsätzlich aufbaust, liest du in der Serie Training mit Hüftschmerzen.
Belastung steuern mit Schmerzampel und 24-Stunden-Regel
Belastungssteuerung ist auch nach einer Hüft-TEP die zentrale Stellschraube. In den ersten Wochen sind Wund- und Weichteilschmerzen normal. Sobald die Wunde verheilt ist und du ins Training kommst, helfen zwei einfache Werkzeuge bei der Orientierung:
- Grün (0 bis 3 von 10): Die Belastung passt. Du kannst weitermachen und langsam steigern.
- Gelb (4 bis 5 von 10): noch vertretbar. Halte die Dosis, steigere nicht weiter und beobachte den nächsten Tag.
- Rot (über 5 von 10 oder am nächsten Tag deutlich schlechter): Das war zu viel. Reduziere beim nächsten Mal Umfang, Tempo oder Schwierigkeit.
Die 24-Stunden-Regel ergänzt die Ampel: Wie fühlt sich deine Hüfte am nächsten Morgen an? Sind Schmerz und Schwellung auf dem Niveau von vorher, war die Dosis in Ordnung. Beide Werkzeuge sind eine Orientierung, keine starren Grenzen. Neue, ungewohnt starke Schmerzen gehören ärztlich abgeklärt.
Zurück in Alltag, Beruf und Sport
Hoorntje et al. (2018) haben in einer Übersichtsarbeit ausgewertet, wie viele Menschen nach einer Hüft-TEP wieder Sport treiben. Im Mittel waren danach sogar etwas mehr Menschen sportlich aktiv als direkt vor der OP. Verglichen mit der Zeit vor Beginn der Beschwerden kehrten rund 82 % zum Sport zurück, meist innerhalb von 16 bis 28 Wochen. In den Beruf kehrten im Mittel 69 % zurück, nach 1 bis 17 Wochen.
Gut geeignet sind gelenkschonende Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen, Wandern oder Nordic Walking sowie Krafttraining. Bei Sportarten mit Sprüngen, Stößen oder Sturzrisiko lohnt sich ein Gespräch mit deinem OP-Team, vor allem, wenn du sie vorher nicht regelmäßig betrieben hast. Wann du wieder Auto fahren oder arbeiten kannst, hängt von Seite, Beruf und Verlauf ab und wird individuell besprochen.
Warum Bewegung in den meisten Fällen sinnvoller ist als Schonung, liest du im Artikel Bewegung und Schonung bei Hüftschmerzen.
Typische Denkfehler rund um die Hüft-TEP
- „Ich muss so lange wie möglich durchhalten.“ Bei schwerer Arthrose mit hohem Leidensdruck war die OP dem Training klar überlegen (Frydendal et al., 2024). Unnötig langes Warten ist kein Verdienst.
- „Nach der OP ist alles wie vorher.“ Die meisten profitieren deutlich, ein Teil hat aber weiter Beschwerden (Beswick et al., 2012). Realistische Ziele helfen.
- „Die Reha macht die Klinik, ich muss nur hingehen.“ Regelmäßiges Üben zu Hause ist mindestens so wichtig wie die Termine (Colibazzi et al., 2020).
- „Mit einer Prothese ist Sport tabu.“ Viele kehren zu ihrem Sport zurück (Hoorntje et al., 2018). Es kommt auf Sportart, Erfahrung und Dosierung an.
- „Ich darf mich nie wieder tief bücken.“ Strenge Dauerverbote sind heute oft nicht mehr nötig (Crompton et al., 2020). Was für dich gilt, sagt dir dein OP-Team.
Nächster Schritt
Eine Hüft-TEP ist eine gut untersuchte Option, wenn Arthrose deinen Alltag trotz guter konservativer Behandlung stark einschränkt. Vorbereitung, realistische Erwartungen und eine schrittweise gesteigerte Reha tragen viel zum Ergebnis bei, auch wenn nicht jeder Verlauf gleich ist.
Der kostenlose Symptom-Check hilft dir, deine Beschwerden einzuordnen. Wenn du vor oder nach einer Hüft-TEP wissen möchtest, wie du dein Training sinnvoll aufbaust, begleite ich dich als Sporttherapeut gerne. In meiner Online-Beratung schauen wir gemeinsam auf deine Situation und deine nächsten Schritte.
FAQ: Häufige Fragen zur Hüft-TEP
Wie lange dauert die Reha nach einer Hüft-TEP?
Die Anschlussreha dauert in Deutschland meist etwa drei Wochen. Der Aufbau von Kraft und Belastbarkeit geht aber deutlich länger, oft über mehrere Monate. Zum Sport kehrten Menschen in einer Übersicht meist innerhalb von 16 bis 28 Wochen zurück (Hoorntje et al., 2018).
Wie lange hält eine Hüft-TEP?
In Registerdaten aus Australien und Finnland waren nach 25 Jahren knapp 58 % der Prothesen noch nicht gewechselt (Evans et al., 2019). Wer jünger und aktiver ist, braucht im Lauf des Lebens häufiger eine Wechseloperation (Bayliss et al., 2017).
Lohnt sich Training vor der Hüft-TEP?
Eine Übersicht empfiehlt eine kurze Phase Physiotherapie vor der OP, mit Kraft, Ausdauer und dem Üben mit Gehstützen (Colibazzi et al., 2020). Wie groß der Effekt auf das Endergebnis ist, ist noch nicht abschließend geklärt. Du kennst die Übungen danach aber schon, wenn die Reha beginnt.
Darf ich nach einer Hüft-TEP die Beine übereinanderschlagen?
Das hängt von Zugang und Vorgaben deines OP-Teams ab. In einer Übersicht nach hinterem Zugang renkten sich Hüften mit und ohne strenge Vorsichtsmaßnahmen ähnlich selten aus (Crompton et al., 2020). Halte dich in den ersten Wochen an die individuellen Empfehlungen deiner Klinik.
Bin ich zu jung für eine Hüft-TEP?
Ein junges Alter schließt eine Hüft-TEP nicht aus, und laut NICE soll das Alter kein Ausschlussgrund sein (NICE, 2022). Bei Jüngeren ist das Risiko einer späteren Wechseloperation aber höher (Bayliss et al., 2017). Das gehört in die gemeinsame Entscheidung.
Wann sollte ich nach einer Hüft-TEP ärztliche Hilfe holen?
Bei einer zunehmend geröteten, warmen oder nässenden Wunde, Fieber, plötzlich geschwollener Wade, plötzlich starkem Schmerz mit verkürzt oder verdreht wirkendem Bein oder zunehmender Kraftlosigkeit. Bei Atemnot oder Brustschmerz wähle sofort den Notruf 112.
Literaturverzeichnis
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